Rindomo-Schlucht

Voller Tatendrang und gut ausgerüstet sind wir gegen 08:30 Uhr aufgebrochen.  Wir werfen noch einmal einen Blick auf die“offiziellen“ Daten: bis zum Ende der Schlucht 2,9 km und ca. 1 Std. 15 Min. bei einem  Schwierigkeitsgrad von 3 bis 5.

Schnell sind wir am Fuss der Schlucht angekommen und befinden uns nun in einem Flussbett. Der Beschreibung haben wir entnommen, dass dieses Flussbett fast nie Wasser führt, da dies in große Speicher geleitet und für die Bewässerung der Felder genutzt wird.

Der Weg über das Geröll im Flussbett war anstrengend, aber wir wussten noch nicht was auf uns zu kommen wird.

Aus dem Geröll wurden Felsen, die es zu überwinden galt. Von den versprochenen Kletterhilfen war leider fast nichts mehr vorhanden, sodass wir uns zum Teil mit Steinen und Baumstämmen selbst Tritte und Steige gebaut haben, um über die Felsen zu klettern. Es war ein gegenseitiges Heben, Halten und Ziehen um über die grössten Brocken zu kommen. Teilweise zitterten die Knie – wir waren langsam am Ende der Kräfte. Von den versprochenen 1 1/4 Stunden wurden 6 anstrengende Stunden.

Der Rückweg führte am oberen Rand der Schlucht entlang – zurück  zu unserem TiPi.

Fazit: Aus den geschätzten 4 Stunden wurden schließlich 9 Stunden. Wir haben die Strapazen unterschätzt, das Klettern über die Felsen in der Schlucht hat uns an die Grenzen gebracht. Aber der letzte Eindruck von der engsten Stelle der Rindomo Schlucht hat uns für alle Anstrengungen entschädigt.

Wir sind im Anschluss noch an die Küste gefahren, haben dabei einen anderen Weg gewählt, der jedoch nirgends eingezeichnet war. Abends gab es leckeres Essen in einem Fischrestaurant in Neo Itilo: „Μαύρος Πειρατής“

Wer die Wanderung nachmachen möchte, hier die Trackaufzeichnung im gpx-Format (anliegende ZIP-Datei entpacken) Rindomo

 

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